Prof. Dr. Bea Lundt

Togo

 

September 2013:

 

Die Université de Lomé in Togo (Westafrika)

Im Jahre 2012 haben wir unsere Kooperationen auch auf die Universität in Lomé, der Hauptstadt des Nachbarlandes Ghanas, Togo, ausgedehnt. Sie wurde 1965 als College gegründet und erhielt 1970 zunächst die Bezeichnung "Université de Benin".

 

Zusehen auf diesem Foto ist das Gästehaus der Universität Lomé. Sowohl Besuchern der Universität,
als auch Studierenden der Nachbarländer wird hier die Möglichkeit einer Unterkunft geboten.

Ein erster Besuch von Repräsentanten der UF an der Universität Lomé und zahlreiche Gespräche über mögliche Kooperationen fanden statt. In Lomé studieren über 1.000 junge Afrikanerinnen und Afrikaner das Fach Deutsch. Sie machen Exkursionen in das Nachbarland Ghana, um sich dort mit der deutschen Kolonialpolitik in Westafrika auseinanderzusetzen. Bei der Exkursion 2012 beteiligten sich erstmalig auch deutsche Studierende aus Flensburg.

 

Studierende der UEW informierten über die Nachbarhochschule, zudem wurde ein Workshop über Sklavenhandel und Kolonialpolitik veranstaltet.

 

Es ist angestrebt, die Kooperation zwischen den drei Hochschulen Flensburg, Winneba und Lomé auszudehnen. Die Exkursionen der Deutsch-Studierenden aus Togo sollen im Studienplan verbindlich verankert werden. Dabei spielt vor allem die Überlegung eine Rolle, dass Winneba von den Erfahrungen mit Deutsch als Fremdsprache profitieren kann, die die Studierenden aus Lomé mitbringen. Ihrerseits suchen diese Praktikumsplätze und Tätigkeiten mit ihrem Fach Deutsch. An der UEW werden afrikanische Deutschlehrer und -Lehrerinnen gebraucht, die das Nachbarland ausbildet. Auch in Flensburg wird zur Zeit der Studiengang Deutsch als Fremdsprache ausgebaut, wobei die speziellen Bedürfnisse afrikanischer Länder berücksichtigt werden sollen. Die UF ist daher auch an Praktikumsplätzen an der UL interessiert.

 

Dr. Gilbert Yigbe, Dekan der Germanistischen Studien in Lomé besuchte mich daraufhin mehrfach in Berlin, da er zeitgleich an der Humboldt-Universität einen Forschungsaufenthalt innehatte.

 

Diese Kooperation soll durch weitere Besuche ausgebaut werden.